Mit unserer Bienenpatenschaft begleiten wir unser Bienenvolk durch das Jahr und helfen so, den Bienenbestand zu erhalten – denn die Bestäubungsleistung der Bienen ist lebensnotwendig für den Erhalt unserer Umwelt. Jeden Monat berichten wir über unsere kleinen Weltwunder… 🙏

Im März geht die lange Wartezeit des Imkers dem Ende zu. Nachdem die Bienen im Winter sich selbst überlassen und nicht gestört wurden, nutzt der Imker die ersten warmen Tage um sich einen Überblick über seine Völker zu verschaffen. Dabei versucht er, das Volk so wenig wie möglich zu stören und kontrolliert nur, ob noch ausreichend Futter vorhanden ist. Im März braucht das Volk besonders viel Futter, da es stärker brütet – obwohl es noch kalt ist. Falls ein Volk tatsächlich nicht mehr genügend Futterreserven hat, hängt der Imker eine Futterwabe hinzu. Aber nicht nur der Imker, sondern insbesondere die Bienen freuen sich über die ersten sonnigen Tage an denen sie die Beute (so heißt die Behausung der Biene) verlassen können. Bei diesem Reinigungsflug leeren sie ihre Kotblase und schaffen Bienen, die über den Winter gestorben sind aus der Beute. Dabei zerrt die lebende Biene die Tote nicht nur aus der Beute vor das Flugloch, sondern trägt diese noch mehrere Meter, halb fliegend – halb krabbelnd, vom Stock weg. Dieses Hygieneverhalten trägt dazu bei, dass sich keine Krankheiten im Volk verbreiten. Im März holen die Bienen schon kleinere Mengen Nektar. Viel wichtiger ist jedoch der Pollen, welcher für die Aufzucht der jungen Brut notwendig ist. Diesen Pollen finden sie auf Hasel und Weide, sowie auf Winterblühern wie Krokus und Schneeglöckchen. Die junge Brut die damit herangezogen wird muss nun sukzessive die sterbenden Winterbienen (im Oktober erbrütet) ersetzen. Diesen Vorgang nennt man Durchlenzung. Dieser kritische Zeitraum ist für die weitere Entwicklung des Bienenvolkes entscheidend. Wenn die Bienen es nicht schaffen, genügend Brut zu pflegen, erreichen sie erst zu spät im Sommer die nötige Volkgröße um ausreichend Honig für den Wintervorrat zu sammeln.

IMKER ABC – das Bienenhaus

Das Bienenhaus war bis vor einigen Jahrzehnten der Aufstellungsort für Bienenvölker. Darin wurden die Beuten neben oder übereinander untergebracht, um vor der Witterung geschützt zu sein. In der modernen Imkerei werden die Beuten jedoch im Freien aufgestellt, denn es hat sich gezeigt, dass der enge Kontakt zur Umwelt für die Bienen nicht schlecht, sondern sogar von Vorteil ist. Alte Bienenhäuser werden aber auch heute noch genutzt, da sie die Bienen vor Vandalismus schützen und Stauraum für überschüssiges Material bieten. 🙏