Mit unserer Bienenpatenschaft begleiten wir unser Bienenvolk durch das Jahr und helfen so, den Bienenbestand zu erhalten. Die Bestäubungsleistung der Bienen ist lebensnotwendig für den Erhalt unserer Umwelt.

Und so sieht es bei unseren Bienen gerade aus

Gelegentlich gibt es jetzt schon Temperaturen um null Grad. Daher hören die meisten Bienenvölker, die im Freien stehen, auf zu Brüten. Das bedeutet, dass bis circa Februar keine neue Biene im Bienenvolk mehr schlüpfen wird. Der Imker macht den Bienenstand winterfest – das heißt, er schützt ihn gegen Herbst- und Schneestürme genauso wie vor Mäusen zum Beispiel. Da sich die Bienen aufgrund der tiefen Temperaturen schlechter gegen Fressfeinde, wie Mäuse, zur Wehr setzen können, verengt der Imker die Fluglöcher so weit, dass diese nicht in den Bienenstock gelangen. Eine Maus im Bienenvolk würde viele Bienen fressen, das Volk in seiner Winterruhe stören und die Waben mit Kot verunreinigen. Diesen Kot würden die Bienen als Fremdkörper betrachten und aus dem Stock entfernen, wobei sie sich mit Krankheiten infizieren könnten.

Ein Meisterwerk der Bienen: Propolis

Die Bienen sind auch im Spätherbst nicht untätig. Sie verkitten jede Ritze des Bienenstocks mit Kittharz, damit keine Zugluft entsteht. Die Grundsubstanz für Kittharz – auch Propolis genannt – sammeln die Bienen über das Jahr hinweg von Knospen und Wunden von Bäumen. Sie vermengen dieses Harz mit Wachs, Pollen und ätherischen Ölen. In einem Bienenstock herrschen ca. 35°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ideale Bedingungen also, für die Ausbreitung von Krankheiten. Das Propolis schützt die Bienen vor diesen Krankheiten. Die Innenwand der Beute (so heißt der ‚Wohnort‘ der Biene), sowie jede Brutzelle wird mit einer hauchdünnen Schicht Propolis überzogen. Da Propolis ein natürliches Antibiotikum ist, trägt es zur Gesunderhaltung des Bienenvolks bei.

Was der Imker mit dem Propolis macht

Der Imker kann das Propolis aus dem Bienenvolk gewinnen, indem er im Sommer unter dem Deckel einen Spalt lässt und darauf ein feinmaschiges Gitter legt. Die Bienen verkitten nun dieses Gitter, um den Stock nach außen hin abzuschließen. Das bei Raumtemperatur sehr klebrige Propolis wird bei niedrigen Temperaturen spröde und kann vom Gitter entfernt werden.

Etwas ganz Besonderes: Propolistinktur! Aus dem geernteten Propolis kann der Imker eine Tinktur herstellen. Das Propolis wird dabei in Alkohol gelöst. Diese Tinktur hilft bei Halsschmerzen, Zahnfleischentzündungen und äußeren Wunden. In Deutschland darf aufgrund des Arzneimittelrechts selbst hergestellte Propolistinktur nicht als Arznei verkauft werden. Wundern sie sich also nicht, wenn sie bei einem Imker Propolistinktur zum Polieren von Möbeln kaufen können.

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