Anfang Juni kann der Imker das erste mal im Jahr den Honig, den die Bienen gesammelt haben ernten. Gutes Wetter und eine intakte Umwelt vorausgesetzt, haben es die Bienen bis dahin geschafft, große Mengen an Nektar zu sammeln und diesen zu Honig umzuarbeiten. Der Nektar, den die Bienen von den Blüten sammeln, besteht zum großen Teil aus Wasser. Durch die Bienen werden dem Nektar verschiedene Enzyme zugesetzt und durch die wiederholte Weitergabe von einer Biene zur nächsten wird er eingedickt. Dabei wird er immer wieder in Wabenzellen gelagert und umgetragen. Ist der Nektar dann zu Honig umgearbeitet und reif, so werden diese Honigzellen mit einer hauchdünnen Wachsschicht verdeckelt. Dieser Honig kann nun vom Imker geerntet werden. Damit dies für den Imker und die Bienen ohne unnötigen Stress abläuft, werden Bienenfluchten eingesetzt, welche von den Bienen nur in eine Richtung passiert werden können. So verlassen die Bienen den Honigraum und der Imker muss die Bienen nicht von den Waben abkehren.

Die entnommenen Waben werden nun zuerst entdeckelt und dann in einer Honigschleuder ausgeschleudert. Der Honig spritzt an die Wand der Schleuder und läuft unten durch einen Auslasshahn über ein Sieb, welches Wachsteilchen zurückhält in einen Honigeimer.

Dem Bienenvolk werden die leeren, ausgeschleuderten Waben wieder zugehängt. Hungern muss das Volk aber durch die Entnahme des Honigs nicht. Der Imker lässt einen Teil des Honigs im Volk, damit dieses auch eine lange Zeit mit wenig Nektareintrag (z.B. durch schlechtes Wetter) überbrücken kann.

Wir freuen uns schon auf unsere nächste Honig-Lieferung 😉