Unsere Bienen gehen in die Winterruhe

Die Bienen haben die letzten Sonnentage im November für ein paar Flugstunden genutzt. Sie haben vereinzelt auch noch Pollen eingesammelt. Anfang Dezember bilden die Bienen eine Wintertraube und wollen nicht mehr gestört werden. Sie bilden über mehrere Waben hinweg eine eng gepackte Kugel und zittern mit ihrer Flügelmuskulatur. Durch dieses Zittern wärmen sie sich gegenseitig, um den kalten Winter zu überstehen.

Was die Unterschiede bei Honig sind

In diesem Jahr haben wir zwei verschiedene Honige von den Bienen erhalten. Einen hellen und einen etwas dunkleren Honig. Dieser Unterschied liegt an den verschiedenen Erntezeitpunkten.

Frühlingsblüten im Honig

Der helle Honig wurde Anfang Juni aus dem Bienenvolk entnommen und enthält den Nektar aller Blüten, die im Frühjahr geblüht haben. Dieser Honig ist bei der Ernte flüssig. Auf Grund seines hohen Traubenzuckeranteils kristallisiert er aber sehr schnell. Fast alle naturbelassenen Honige kristallisieren nach einer gewissen Zeit (außer Akazienblütenhonig). Der Imker kontrolliert diesen Kristallisationsprozess, indem er den Honig rührt. Somit sorgt er dafür, dass nur sehr kleine Kristalle entstehen und der Honig eine cremige Konsistenz behält. Durch schonendes Erhitzen (bis ca. 40°C) im Wasserbad kann kristallisierter Honig wieder verflüssigt werden. Die Temperatur darf dabei nicht zu hoch sein, da sonst die im Honig enthaltenen Enzyme Schaden nehmen. Auch Licht und ständige Wärme schaden der Qualität des Honigs. Deshalb ist es wichtig, seinen Honig am besten an einem dunklen, kühlen Ort zu lagern.

Die Art der Blüten beeinflusst die Farbe und den Geschmack des Honigs

Der etwas dunklere Honig wird Ende Juli/ Anfang August geerntet. Er enthält den Nektar von Sommerblüten, sowie eine gewisse Menge Honigtau. Honigtau wird von Blattläusen aus dem Saft von Blättern oder Nadeln produziert. Die Bienen nehmen diesen auf und verarbeiten ihn zu Honig. Dieser Honig wird als Waldhonig bezeichnet. Alle Honige, die als Sortenhonige in Umlauf gebracht werden, müssen mindestens zu 50% aus der genannten Sorte bestehen. Um dies zu erreichen muss in der Umgebung der Bienenvölker hauptsächlich diese eine Sorte blühen. Dabei muss der Honig nach dem Ende der Blüte möglichst schnell aus dem Bienenvolk geerntet werden.

Die Lage des Bienenvolkes ist ausschlaggebend für den Geschmack des Honigs

Die Natur in der Umgebung eines Bienenvolkes ist im Geschmack des Honigs abgebildet. So schmecken Honige von Bienenständen, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt stehen, oft vollkommen unterschiedlich.

Sie möchten sich auch für den Erhalt der Bienen einsetzen? Das können Sie ganz einfach durch eine eigene Bienenpatenschaft tun. Dafür erhalten Sie als Dankeschön den leckeren Honig der Bienen.